Rhetorik für Führungskräfte ist einer der wirkungsvollsten Faktoren für erfolgreiche Führungskräfte. Es gehört in jedes Business Coaching. Denn in vielen Studien sagen Befragte, dass sie sich Führungskräfte mit hoher Kommunikationskompetenz wünschen. In einer Studie der Business School Wiesbaden 2015 meinen mit 66% der Befragten die meisten, sie wünschten sich offene Kommunikation. An zweiter Stelle folgt der Wunsch nach regelmäßigem Feedback – 49%. Professionelle Rhetorik ist eine der wichtigsten Kompetenzen. Die 12 Faktoren souveräner Kommunikation…

12 Faktoren optimieren die Rhetorik für Führungskräfte

In Trainings und Business Coaching und natürlich in der Praxis stellen sich immer wieder 12 Faktoren als besonders erfolgreich für überzeugende Kommunikation heraus. Das gute daran: das gilt sowohl für persönliche Gespräche als auch für Präsentationen, Reden und Vorträge.

Warum Beziehung vor Inhalt geht

Wissenschaftlich ist längst klar, Kommunikation ist emotional bestimmt. Rund 90 der Wirkung erfolgt im unbewussten Bereich – unter der Wasseroberfläche, um im Bild des Eisbergs zu sprechen. Der unbewusste Bereich bestimmt die Beziehungsebene zwischen Einzelpersonen und Gruppen. Und er versteht besonders schnell und einfach Bilder, Körpersprache und Zwischentöne. All das löst Emotionen aus. Und die bestimmen über Kaufen oder Nicht-Kaufen, Überzeugt-sein oder Ablehnen, Machen oder Unterlassen.

Wie Sie 3 Zahlen für Überzeugung nutzen – die Mehrabian-Regel

7-38-55 – drei Zahlen, die die Wirkung von Kommunikation zwischen emotional gebundenen Partnern wiedergeben. Die Wirkung einer Mitteilung über das eigene emotionale Empfinden wird zu sieben Prozent durch den sprachlichen Inhalt, zu 38 Prozent durch den stimmlichen und zu 55 Prozent durch den mimischen Ausdruck bestimmt. Rhetorik für Berater geht in der Praxis oft vom Gegenteil aus. Viele meinen, besonders überzeugend seien Inhalt, Fakten, Zahlen, Sachargumente…

Direkt ins Unterbewusstsein: energieloses Reden

Energieloses Reden bedeutet nicht uninspiriert zu sprechen. Es bedeutet so anschaulich zu reden, dass wir direkt ins Unterbewusstsein funken und den Logikteil kurzschließen (Matthias Pöhm). Damit können Gesprächspartner und Publikum ohne großen Übersetzungsaufwand – also energielos – verstehen. Weg von der Fachsprache, weg von Fakten, hin zu Bildern, hin zu Vergleichen. Beispiel: Stellen Sie sich 5000 Quadratmeter vor… Stellen Sie sich einen Fußballplatz vor… Überzeugende Rhetorik für Führungskräfte nutzt Bilder!

Bildhafte Sprache ist wirkungsvoll

Viele tun sich schwer bildhafte Formulierungen zu finden. Als „Krücken“ (das ist ein Bild) für bildhafte Sprache dienen Formulierungen wie „Stellen Sie sich vor …“, „das sieht aus wie …“ oder „man kann das mit … vergleichen“. Bildhafte Sprache können Sie mit fremdsprachiger Musik vergleichen. Selbst wenn Sie den Text nicht verstehen, löst der Song Emotionen in Ihnen aus. Der Inhalt ist fast egal. Optimieren können Sie das in unserem Business Coaching.

Rhetorik für Führungskräfte ist vor allem Storytelling

Geschichten und Bilder gehen direkt ins Unterbewusstsein, auch weil unser Gehirn darauf evolutionär gepolt ist. Nutzen Sie vor allem selbst Erlebtes, denn darin schwingen automatisch Ihre Gefühle und echte Bilder mit. Und mit selbst erlebten Geschichten zeigen Sie Offenheit. Das wiederum macht sympathisch.

Der dramatische Erzählmodus: Wirksprache

Geschichten wirken dann, wenn Sie sie in dramatischer Sprache erzählen. Rhetorik-Experte Matthias Pöhm nennt das die Wirksprache. Sie erzählt Geschichten fast ausschließlich in Bildern und Kurz-Sprache. „Sommer 1986, Straßburg. Wir stehen mit unseren zwei kleinen Kindern vor dem Dom. Da kommt ein Farbiger auf uns zu, spricht uns an. „Ihre Kinder sehen süß aus.“ …

Empathie im Zentrum der Rhetorik für Berater

Einfühlungsvermögen ist einer der zentralen Faktoren für wirkungsvolle Kommunikation und die Fähigkeit der Beeinflussung in Gespräch und Rede. Rhetorik für Führungskräfte beinhaltet das Erkennen der Gefühlslage eines Gesprächspartners oder einer Zuhörergruppe. Denn nur, wenn Sie diese Gefühlslage kennen und berücksichtigen, sprechen Sie Herz und Verstand an. „Die Gerüchte der letzten Zeit haben den einen oder anderen verunsichert – mich auch…“

Rhetorik für Führungskräfte und das Gesetz der Sympathie

Sympathischen Menschen glauben wir eher. Das hat unter anderem mit Empathie, also Einfühlungsvermögen, und dem sogenannten Halo-Effekt zu tun und damit, wie gut Sie „wissen“ wie Ihr Publikum oder Ihre Gesprächspartner ticken. Deshalb ist es wichtig, zuerst die Beziehungsebene anzusprechen und eine gute Beziehung herzustellen. Damit können Sie überzeugen – sonst nicht!

Warum Ähnlichkeit sympathisch macht

Das Herstellen von Ähnlichkeit über Spiegeln von Körperhaltung, Worten, Mimik oder Inhalt unterstützt den Aufbau Sympathie. Das ist so wie bei Fangruppen. Die tun fast alles für einander und demonstrieren das durch Ähnlichkeit: Trikots, Schals, Vereinsfarben, Gesänge, uns vieles mehr. Dahinter steckt mal wieder die Evolution, denn Gestalten, die uns früher im Urwald begegneten und uns ähnlich waren, hatten eher entspannende Wirkung. Wenn dem München-Fan eine Gruppe Dortmund-Fans entgegenkommen,…

Wie Authentizität charismatisch macht

Die wahre und echte innere Haltung wird von Menschen sehr deutlich und positiv wahrgenommen. Die Leute erkennen, ob Sie etwas ernst meinen oder nur so daher sagen – was viele in Beratung, Führung und Verkauf leider tun. Sagen Sie was Sie denken und tun Sie was Sie sagen. Charismatische Menschen sind meistens automatisch authentisch – also Sie selbst: Gandhi, Mandela, Obama… das zieht Menschen an und lässt Großes erschaffen.

O.K. – die Grundhaltung der Rhetorik für Führungskräfte

Gehen Sie mit der Haltung „Ich bin o.k., du bist o.k.“ in jedes Gespräch, in jede Präsentation, in jede Rede. Augenhöhe ist eine Voraussetzung, um Menschen wirklich für sich und eine Sache zu gewinnen. Damit schwingen automatisch Respekt und Integrität mit. Das ist heut kaum noch zu finden und schon alleine deshalb besonders wertvoll – nach dem Prinzip der Verknappung.

Aus der Trickkiste der Therapeuten – Psychologische Ebenen

Rhetorik für Führungskräfte heißt auch, dass Sie sich im Vorfeld Gedanken zu einem Gesprächspartner oder einem Publikum machen. Betrachten Sie den oder die Anderen über die folgenden Bereiche mit entsprechenden Fragen:

  • Umwelt: Wo befindet sich die Person oder Gruppe
  • Handeln: Was macht die Person oder Gruppe im Allgemeinen
  • Fähigkeiten: Was kann die Person oder Gruppe besonders gut
  • Werte: Was ist der Person oder Gruppe wichtig
  • Identität: Wer ist die Person oder Gruppe

Damit sind Sie bereits im Vorfeld in der Lage Empathie zu entwickeln und Sie wissen recht gut, wie Gesprächspartner oder Publikum ticken.

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