In Memoriam Nelson Mandela. Der große südafrikanische Kämpfer und  Friedensnobelpreisträger starb im Dezember 2013 mit 95 Jahren. Er brachte Herz und Verstand so zusammen, dass er seine großen Ziele erreichte und die Menschen ihm begeistert folgten, seinen Ideen heute noch folgen. Führung mit gesundem Menschenverstand – GMV.  Dabei kam es ihm vor allem darauf an, Altes hinter sich zu lassen, an die Zukunft zu denken und für sie zu leben. Und er überwand Grenzen: die zwischen schwarz und weiß, die zwischen Freunden und Feinden, die zwischen gestern und morgen, die zwischen Theorie und Praxis. Viel gesunder Menschenverstand. Ein großer Mensch. Hier sind seine Grundsätze guter Führung. Impuls und Inspiration für uns alle.

1. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst – Mut in der Führung heißt, andere zu inspirieren sie zu überwinden

In der Führung kann man nicht nur vorgeben mutig zu sein und es mit der Welt aufnehmen zu können. Als Führer jedoch kann man die Menschen dies nicht wissen lassen. Eine gewisse Außendarstellung ist wichtig. Mandela wusste, dass er ein Vorbild für andere war. Das gab ihm die Kraft seine eigenen Ängste zu überwinden.

2. Führen Sie von der Spitze – aber lassen Sie die Basis nicht zurück

Verweigern zu verhandeln war für Mandela kein Grundprinzip von Fürhung – es war Taktik. Sein gesamtes Leben lang machte er diese Unterscheidung. Sein (Umsturz der Apartheit und “one man one vote”) war absolut unveränderlich. Jedoch war alles was ihm half diese Ziele zu erreichen eine Taktik.

3. Führen Sie von hinten – und lassen Sie in der Führung andere glauben, sie wären an der Spitze

“Wissen Sie, man kann nur von hinten führen.” Der Trick, was Führung angeht, liegt darin, sich zu erlauben auch geführt zu werden. “Es ist weise Menschen zu überzeugen und Dinge tun zu lassen und sie glauben zu lassen, es wären ihre eigenen Ideen gewesen.”

4. Kennen Sie Ihre Feinde – und was ihr Lieblingssport ist

In den 1960ern lernte Mandela Afrikaans, die Sprache der weißen Südafrikaner. Er versprach sich davon, etwas von ihrer Weltanschauung zu verstehen. Er wusste, dass sein Schicksal mit ihrem verknüpft war. In diesem Zusammenhang lernte er viel über Rugby, den Lieblingssport der weißen Südafrikaner.

5. Prinzip guter Führung: Halten Sie sich Ihre Freunde nahe – und Ihre Feinde noch näher

“Menschen handeln schlicht in ihrem eigenen Interesse.” war eine von Mandelas Aussagen. Der Nachteil des Optimisten – und Mandela ist ein Optimist – ist, dass er häufig zuviel vertraut. Was Mandela jedoch erkannte war, dass er Gegner mit seinem Charme neutralisieren konnte.

6. Führung: Die Erscheinung macht was aus – und denken Sie daran zu lächeln

Bei seiner Präsidentschaftskandidatur 1994 wusste Mandela, dass Symbole genauso wichtig sind wie Materie. Er war nie ein großer Redner, aber er hatte stets dieses wunderbare, vereinnahmende und omnipräsente Lächeln. Für die weißen Südafrikaner symbolisierte es den Mangel an Verbitterung und bekundete Sympathie. Für die schwarzen Wähler beinhaltete es: Ich bin ein glücklicher Krieger und wir werden triumphieren!

7. Gesunder Menschenverstand: Nichts ist schwarz oder weiß

Mandela mag Widersprüche. Als Politiker war er pragmatisch in der Führung und sah die Welt in unendlich verknüpften Nuancen. Jedes Problem hat viele Gründe. Mandela hatte eine bestimmte Vorgehensweise, von der Führung immens profitiert: Was ist mein Ziel und was ist der praktischste Weg dieses zu erreichen?

8. Aufgeben ist ebenfalls führen

Zu wissen wie man eine fehlgeschlagene Idee, eine nichtsbringende Aufgabe oder eine tote Beziehung loslässt, gehört mit zu den schwierigsten Entscheidungen, die in der Führung getroffen werden muss. Mandela wusste, dass Personen ebenso führen durch das, was sie tun wie durch das, was sie unterlassen.

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Quellen:
Aus : http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1821659,00.html
Ü
bersetzt: http://coachingeffect.de/blog/67/fuehrungsprinzipien-von-nelson-mandela/

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