Führungskräfte präsentieren häufig mit Power Point. Schade dass so wenige das wirklich können. Dabei können Sie mit guten Präsentationen wirklich punkten – bei Ihren Chefs und Mitarbeitern. Präsentation ist im Übrigen eines der sehr nützlichen Führungswerkzeuge. Das zeigen wir immer wieder im Business Coaching. Also, wenn Sie schon Power Point verwenden, dann machen Sie das bitte auch „gut“.

Power Point Foliengestaltung

Verwenden Sie weniger Text und setzen Sie dafür visuelle Reize wie Symbole, Grafiken oder Diagramme ein. Ihre mündlichen Erklärungen dazu sollten den Inhalt der Folie ergänzen und ihn nicht einfach wörtlich wiederholen. Im Business Coaching trainieren Sie dazu den freien und professionellen Vortrag. Die Schriftgröße muss mindestens 32 Punkt betragen. Insgesamt sollte eine Folie nicht mehr als sieben Informationsteile – Textblöcke, Bilder, Grafiken, Symbole – enthalten. Denn die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses ist auf sieben (plus oder minus zwei) Elemente begrenzt.

Je individueller, desto besser bleiben die Inhalte im Gedächtnis der Zuschauer – denn das Gehirn liebt Neues. Entwickeln Sie „Master“-Folien mit einfachen grafischen Elementen – einfache Formen helfen dem Gehirn beim „Sortieren“ (Quadrat, Dreieck, Stern, Kreis).

 

Power Point Foliengestaltung - weniger ist mehr.

Power Point Foliengestaltung – Beispiel einer reduzierten, interessanten Folie – auf den erläuternden Vortrag kommt es an.

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Power Point und Farben

„Farben sind Schwingungen, die von unserem Organismus aufgenommen werden und sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche wirken. (…) Farben ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Sie lösen beim Betrachter Gefühle und Assoziationen aus und können zu unbewussten Reaktionen führen.“[i] Einige Beispiele

  • Rot: Aufmerksamkeit, Vitalität, Liebe, Leidenschaft. Aber auch Wut, Zorn und Brutalität.
  • Grün: Beruhigend. Steht für Großzügigkeit, Sicherheit, Harmonie, Hoffnung, Erneuerung des Lebens. Auch: Neid, Gleichgültigkeit, Stagnation und Müdigkeit.
  • Blau: Ruhe, Vertrauen, Pflichttreue, Schönheit, Sehnsucht. Auch: Melancholie.
  • Weiß: Reinheit, Klarheit, Erhabenheit und Unschuld. Auch: Unnahbarkeit, Empfindsamkeit und kühle Reserviertheit.
  • Schwarz: Trauer, Unergründlichkeit, Unabänderlichkeit, furchterregend und geheimnisumwittert. Auch: Würde und Ansehen. [ii]

Entgegen der übertriebenen Corporate-Design-Forderung von Marketing-Leuten hören Sie lieber auf Lernexperten und Psychologen, wenn es um die Gestaltung von Power Point Folien geht – setzen Sie unterstützende Farben ein. Denn wir verarbeiten jedes Bild, jede Folie aufs Neue – wenn die Folien zu großen Teilen immer gleich oder ähnlich aussehen, zieht das Gehirn den Schluss „bekannt“ und fährt herunter – Aufmerksamkeit weg. Auch hier hilft Business Coaching für Präsentieren.

Animationen mit Power Point

Grundsatz: Weniger ist mehr und mit Funktion. Animationen können eine wichtige und sehr große Hilfe darstellen, wenn sie mit Know-How und GMV (gesundem Menschenverstand) eingesetzt werden. Untersuchungen zeigen, dass der schrittweise Aufbau einer Folie dem Gehirn entgegenkommt

Im Business Coaching immer wieder bewährt: Benutzen Sie einfache Animationen wie „Erscheinen“, „Verblassen“ und „Wischen“. Das Animationstempo wählen Sie so, dass die Teilnehmer es bewusst wahrnehmen können.

Weniger ist mehr (schon wieder)

„Ganz wichtig: Setzen Sie Power Point nie länger als sieben Minuten am Stück ein! Im Mittelpunkt Ihrer Präsentation müssen Sie und Ihr gesprochener Vortrag stehen. Die Software kann helfen, einzelne Informationen zu erläutern und visuell darzustellen. (…) Gibt es während einer Power Point – Präsentation Fragen (…) verwenden Sie die ‚B‘-Taste. Dann wird das Bild sofort schwarz, und die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich auf Sie. Zum Fortfahren genügt wieder ein Druck auf die ‚B‘-Taste – und die Folie erscheint erneut.“[iii]

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[i] http://www.ipsi.fraunhofer.de/~crueger/farbe/farb-wirk.html
[ii] Nach Ingrid Krüger, http://www.ipsi.fraunhofer.de/~crueger/farbe/farb-wirk1.html
[iii] Valentin Gillich: Elektronisch – Praktisch – Gut, in: Gehirn und Geist, 12/2009, S. 66 ff.

 

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