Das Gesetz der Sympathie besagt, dass wir Menschen eher vertrauen, eher glauben und sie für kompetenter halten, wenn sie uns sympathisch sind. Auch verhalten wir uns automatisch aufgeschlossener und offener, wenn wir es mit uns sympathischen Personen zu tun haben. Sie kennen das ja vielleicht aus der Arbeitswelt. Ist Ihnen ein Chef, ein Mitarbeiter oder ein Kunde, aus welchen Gründen auch immer, sympathischer als andere, geht alles einfacher. Sie fühlen sich in seiner Gegenwart wohler und verhalten sich anders. Außerdem sind sind kompromissbereiter und neigen dazu, seinen Ausführungen mehr Wert beizumessen, als bei Ihnen unsympathischen Personen. Auch Fehler bewerten Sie toleranter.

Das Gesetz der Sympathie ist mächtig

Interessant beim Gesetz der Sympathie ist, welche Faktoren dafür sorgen, dass Sympathie entsteht. In mehreren Studien haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Menschen, die uns ähnlich sind, uns auch sympathisch sind. Ähnlichkeit lässt sich über viele Merkmale festmachen: Aussehen, Interessen, Ideen, Ideologien, Ansichten, Sprache und Bildung und vieles mehr. Haben wir mit einem Menschen also eines oder mehrere Dinge gemeinsam, lassen sich hier Ähnlichkeiten entdecken, ist er uns grundsätzlich sympathischer als Menschen, bei denen das nicht der Fall ist. Im Umkehrschluss ist es so, dass Menschen die sich sympathisch sind, beispielsweise Liebespaare, Fans eines Vereins oder Mitglieder einer Bande, sich quasi automatisch ähnlich sind. Dies geschieht häufig unbewusst.

Mit dem Gesetz der Sympathie überzeugen

Wenn Sie frisch Verliebte in einem Café beobachten, stellen Sie oft fest, dass sie sich häufig in einer nahezu identischen Körperhaltung befinden. Das Gesetz der Sympathie schlägt unbewusst zu. Es gilt außerdem, Sympathie schafft Vertrauen, und Ähnlichkeit erzeugt Sympathie. Diese Tatsache lässt sich ausgezeichnet nutzen, um in der Kommunikation eine gute Beziehung aufzubauen.

Ähnlichkeit macht sympathisch

Stellen Sie also Ähnlichkeit zu ihrem Gesprächspartner her. Versuchen Sie auch Ähnlichkeit zu erzeugen, wenn Sie vor mehreren Menschen sprechen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihre Kommunikationspartner Sie sympathisch finden. Ähnlichkeit können Sie herstellen durch folgende Maßnahmen:

So stellen Sie Ähnlichkeit her

  • Codes nutzen: Passen Sie sich ihrem Publikum bzw. Ihren Teilnehmern oder Kunden an (soweit das möglich ist): Dresscode – Sprachcode – Verhaltenscode (jede Gruppierung hat so etwas: Führungskräfte, Trainer, Sportler, Ingenieure…)
  • Wir-Methode: Beginnen Sie Vorträge, Seminare, Workshops mit der „Wir-Methode“: Das haben wir Chefs (Verkäufer, Makler, Veganer, etc., je nach Publikum) wahrscheinlich schon einmal erlebt. Folgende Geschichte…
  • Spiegeln Sie Ihren Gesprächspartner, das heißt, ahmen Sie Haltung und Bewegungen sowie Geste und Mimik vorsichtig nach. Wiederholen Sie Sätze und Worte Ihres Gesprächspartners (im Sinne des aktiven Zuhörens hat das einen zusätzlichen positiven Effekt – der Partner fühlt sich respektiert.)
  • Resonanz: Bringen Sie Ihren Gesprächspartner oder eine Gruppe, vor der Sie sprechen, Sympathie entgegen. Das gelingt fast automatisch, in dem Sie sich vorstellen, was diese Personen Gutes tun (könnten).
  • Werbung: Wenn Menschen meinen, dass andere sie sympathisch finden, finden sie diese Personen automatisch ebenfalls eher sympathisch.
  • PR: Erzählen Sie anderen, die gerne plaudern, dass Sie die betreffende Person sympathisch finden – das kommt zurück (erwiesen). Machen Sie das Gegenteil – das kommt auch zurück.

Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück. Indisches Sprichwort

Finden Sie, insbesondere bei Personen, die Ihnen vermeintlich unsympathisch sind, vor wichtigen Gesprächen in Gedanken Eigenschaften dieser Personen, die Sie positiv bewerten können. Dadurch wird Ihnen die Person automatisch angenehmer oder gar sympathischer erscheinen. Das ist ein Trick, den Agenten und Polizisten anwenden, wenn Sie Verbrecher als Spitzel gewinnen wollen.

 

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