Länge Video: 3.42. Führung und die Qualität von Führungskräften wird in Studien oft negativ bewertet. Und das liegt nicht nur an der Fragestellung. Selbst Führungskräfte neigen dazu, ihre Chefs eher unterdurchschnittlich zu beurteilen. Man kann, wenn man Studien glauben schenken möchte, durchaus von einem Führungsdilemma sprechen. Das bedeutet auch, dass es Optimierungspotenzial gibt. Schauen wir zunächst auf einige Impulse zum Thema „Dilemma“. Aus einem Vortrag bei der DIDACTA 2016 in Köln.

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Die Gallup-Studie – Motivation bleibt schwach

In der Gallup-Studie 2013 spielen die Zahlen 15 – 15 – 70 eine große Rolle. Demnach sind 15 Prozent der befragten Mitarbeiter destruktiv, 15 Prozent engagiert und 70 Prozent machen Dienst nach Vorschrift. Die aktuellste Studie aus dem Jahr 2015 weist nur geringfügig andere Zahlen aus: 16 Prozent sind destruktiv, 16 Prozent engagiert und 68 Prozent machen Dienst nach Vorschrift. Unter dem Strich bleibt das Ergebnis unterirdisch und der Grund dafür gleich: Führungsdilemma durch schwache Führung.

Führungsdilemma: Wenn die Chefs schon nicht wollen

Andere Studien weißen aus, dass Führungskräfte selbst nicht durchgängig vorbildhaft sind. So identifizieren sich nach einer Studie des Schweizer SIBI Institutes 49 Prozent des leitenden Personals nicht mit dem Unternehmen und 66 Prozent jammern eher herum, anstatt sich um Lösungen und Führung zu kümmern. Das liege auch daran, so die Befragten, dass die Zuständigkeiten im Unternehmen nicht klar geregelt (44 Prozent) und die Bosse in den oberen Chefetagen oft nicht integer zu sein scheinen (75 Prozent). Das Führungsdilemma beginnt ganz oben.

Führungsdilemma 2: Kündigungsgrund Chef

Auch hier weißen Studien in die gleiche Richtung. 47 Prozent der Befragten in einer Umfrage des Nürnberger Beratungsunternehmens Information Factory gaben an, wegen eines Vorgesetzten schon einmal gekündigt zu haben. Weitere 20 Prozent haben eine Kündigung in Erwägung gezogen. Gleichzeitig meinen 90 Prozent der Befragten, dass ihre Leistung durch einen guten Chef steigen würde. Das Führungsdilemma bietet Chancen durch verbessertes Führen, Motivation, Mitarbeiterbindung und Loyalität und Leistung zu fördern.

 

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