Führungsdilemma – Deutschlands Mitarbeiter wollen nach einer neuen Studie keine Führungsverantwortung mehr übernehmen. „Nur sieben Prozent der Mitarbeiter in Deutschland möchten in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen. Das ergab eine Umfrage der Boston Consulting Group (BCG).“1 Ist Führung in Deutschen Unternehmen so unattraktiv?

Führungsdilemma – viel Stress wenig Gestaltung

In Frankreich und Großbritannien sagen 74 Prozent der befragten Manager sie seien gestresst, in Deutschland bescheinigen das nur 64 Prozent. Und nur 34 Prozent der Manager hierzulande meinen, überfordert zu sein. Aber…

… auf der anderen Seite sind Führung und Managerdasein in Deutschland immer noch wie anno dazumal. Angestellte Chefs organisierten, koordinierten und träfen vor allem Entscheidungen. „Oder schlimmer noch (der Manager ist nur dazu da, dass er Entscheidungen, der Autor) durchreicht, aber weniger inhaltliche Arbeit macht“, sagte BCG-Berater und Studien-Autor Nicolas Hunke.1 Das ist in den Augen der befragten Manager keine Perspektive, die motiviert oder Führung als Manager als erstebenswert für die Zukunft bewerten lässt. Das ist das eigentliche Führungsdilemma

Führungsdilemma hat nur die Wirtschaft

Die Generation der heute 35 bis 45-Jährigen hat zu Führung und Karriere ein entspanntes Verhältnis. Aus ihrer Sicht gibt es kein Führungsdilemma. Das aber ist gefährlich für die Unternehmen im Land. In meinem eigenen Umfeld streben die jungen Leute verstärkt nach Ausgleich zwischen Job, Privatleben und Familie. Wenn es hart auf hart kommt, gewinnen oft Freizeit und Familie. Die Wirtschaft hat eindeutig an Boden verloren.

Hat Manager sein keine Zukunft?

Zum Führungsdilemma trägt bei, dass sich viele Befragte der Studie in ihrer Position insgesamt nicht wohlfühlen. „Das ist nichts Neues – sie sind etwas verloren zwischen den Rollen als Fach- und Führungskraft“, sagte Hunke. Was jedoch neu und überraschend sei, ist das hohe Bewusstsein, dass dieses Modell nicht nachhaltig ist. So gaben viele Befragte aus dem mittleren Management an, überzeugt zu sein, dass ihre Rolle „verschwinden“ werde.“1

Dringend handeln – Führung fördern

Um das Führungsdilemma nicht zu einem Führungsdrama werden zu lassen, müssen Unternehmen für Manager attraktiver werden. „Wir sehen in Zukunft einen starken Wandel in der Rolle des Managements und des Managers. Die rein koordinative Tätigkeit nimmt mit modernen Arbeitsmethoden ab, statt dessen ergeben sich neue, stärker inhaltlich geprägte Führungsaufgaben“, sagte der BCG-Partner.“1

Business Coaching als Fördermaßnahme

Viele Manager werden nicht wirklich auf Ihre Aufgaben vorbereitet. Auch das trägt zum Führungsdilemma bei. An den Universitäten und in den Meisterschulen wird Führung weiterhin stiefmütterlich behandelt. Laut der BCG-Studie ist die Führungsrolle weitgehend perspektivlos. „Die Konsequenz: Gerade mal 9 Prozent der Arbeitnehmer streben in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition an.“1

Business Coaching gibt den heutigen und künftigen Managern die Chance, sich persönlich weiter zu entwickeln, souverän führen zu können und wirklich Spaß an einer gestaltbaren Führungsrolle zu haben. Das geht aber nicht ohne Training und Coaching. alleine hier müssen deutsche Unternehmen künftig mehr tun, um Führung attraktiver und professioneller zu machen. Dafür braucht es Mentoren und Sparringspartner. Oder wie es ein Klient aus dem Coaching sagt…

„Jürgen Zirbik ist immer ein guter gedanklicher Sparringspartner, wenn es darum geht, sich unternehmerisch weiter zu entwickeln. Spannend ist, dass er es ohne Branchen-Intimus zu sein schafft, die Brennkittelfaktoren zu identifizieren und dann einem zeigt, worauf man seinen Focus legen sollte!“ Horst Loy, Curamus GmbH, Nürnberg

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1 nach: https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/manager-muedigkeit-fast-niemand-will-manager-werden-16396002.html
Bildnachweis: 123rf.com #45686170_l

 

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